Die Zeit ist gekommen,

Literatur nicht von Standpunkt traditioneller

ästhetischer Ideale aus zu beurteilen,

sondern vor allem von der Höhe der aktuellen

und brennenden Anforderung des Tages her.

 

Tschingis Aitmatow


Ein solches Manuskript habe ich noch nicht gelesen. Hier meine ich besonders Struktur und Form. Da ich auch gern die Dinge einordne (was mir hier nicht gelingt), bin ich mit einer abschließenden Bewertung unsicher. Vielleicht zum Inhalt, ich habe selten so gelacht. Die homerische Heiterkeit lacht dem Leser überall schlitzohrig entgegen, obwohl es eine sehr ernste Geschichte ist. Es gibt kaum längere Textstrecken, die nicht doppelbödig wären. Zwischen diesen Dialogen eingesprenkelte oder eingestreute Weisheiten, die allein schon einen aphoristischen Wert haben. Die Dialoge, eigentlich mehr “Trialoge”, werden von Zitaten bereichernd unterbrochen. Das Manuskript hat auch etwas von einem Szene-Roman. Zu Beginn der ungewöhnlichen Form misstrauisch gegenüber stehend, habe ich mich festgelesen und ich war mit all den so wichtigen und zugleich banalen Neuheiten dieser Welt konfrontiert.
Zur Struktur: Die Dialoge lassen erst ein Rollenbuch vermuten,

hier fehlen aber dieklassischen Besonderheiten eines Buhnenspektakels. Obwohl die Roman-Erzählung durch die Dialoge, die ja die Handlung auch vorantreiben, fast Rollencharakter hat. Man kann auch nicht den Point of View des Ich-Erzählers so stark ziehen oder voranstellen, dass man hier von dem autarken Erzählstoff eines ersten Sprachwinkeis reden kann. Ebenso schließe ich andere Formen des Romanes oder der Erzählungen aus. Es ist ein ungewöhnliches Manuskript. Das macht die Sache schwer und leicht. Man kann es weglegen, aber man kann auch überlegen, was daraus werden sollte. Ich halte es für einen idealen Vortragsstoff, der auf diesem Weg sogar einer, Kultstatus erlangen könnte (zum Beispiel in München, was ja schon ein riesiger Erfolg wäre). Es könnte darüber hinaus auch Wirkungen, des Buches geben, denn es erzählt alle die Besonderheiten der Oberfläche in Deutschland.


 

 

 

 

Was ist ein posttraumatisches Belastungssyndrom

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia schreibt: „Besonders schwere Formen von PTBS

sind etwa das so genannte KZ-Syndrom bei Überlebenden des Holocaust oder des sowjetischen Gulag-Systems und das

speziell im englischen Sprachraum bekannte Post Vietnam Syndrome. Zur Zeit des Ersten Weltkriegs sprach man von der „bomb-shell disease”, in Deutschland wurden PTBS-Patienten damals als „Kriegszitterer” bezeichnet.

 

In jüngster Zeit wurden weitere Unterformen der PTBS postuliert. Dazu gehört etwa das Post Cult Syndrome, das bei Leuten auftritt, die einen sektenähnlichen religiösen Kult verlassen haben.“ Das Buch der tschechisch-deutschen Autorin Eva Lexa vereint diese Syndrome zu einem neuen, ganz eigenen Phänomen. In den 90-er Jahren besuchte sie als Journalistin Kashmir und erlebte den Völkermord hautnah. Nach der Rückkehr aus dem Krisengebiet war ihr Leben nicht mehr wie zuvor. Die Traumatisierung zog ins kleinste Detail ihres Alltags ein, schließlich begannen die Dinge selbst zu sprechen

„...also sprach der Pullover.“ 

 

 

DIE BESCHAFFENHEIT DER OBERFLÄCHE

 

„Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“


Die Handlung spielt teilweise
im Prag und München. In München, wo die Protagonistin die längere Zeit ihres Leben verbringt, ist sie im Verlagswesen zuhause.

Die Romanheldin beobachtet nach der Wende das Leben in ihrer alten Heimat. Sie stellt fest, daß die Emigranten nicht mehr willkommen sind.

Die Erzählerin ist vom PTBS Betroffene. Ihre Sprache sehr gut verständlich, überwiegend bedient sie sich der Form des Dialogs.
Die Hauptfiguren sind die Protagonistin und ihre drei Männer, davon ist einer ihr Ex-Mann, ein berühmter Fotograf, der Zweite ein langjähriger Freund, der sehr gut aussieht und über Charisma verfügt, der sie in unerlaubte Hypnose versetzt,

und der Dritte ist Psychologe, der ihre PTBS diagnostiziert und sehr reich ist. Alle drei sind befreundet, das entdeckt sie aber erst am Ende des Romans. Der Leitfaden ist ihre Auseinanderersetzung mit ihrem PTBS, das sie sich am Ende selbst wegtherapiert. Unerlaubte Hypnose, eine mysogyne Ehe, und viele Psychologen, die unfähig sind und ihr nicht helfen konnten und sie deshalb falsch einschätzten. Da sie nicht weiß, daß sich alle ihre Bezugspersonen kennen (Männerstammtisch), ist Verschwörung mit einschliesslichen Rufmord vorprogrammiert. Sie wird von ihrem rachsüchtigen Mannes des Kindermißbrauchs des Diebstahls und der Prostitution beschuldigt. Das beschreibt sie in dem fesselnden und spannenden Roman. Da Verdrängung im Falle eines PTBS die normale Begleiterscheinung ist, kommt es oft zu unglaublichen Situationen, in der sich die Erzählerin selbst als Lügnerin vorkommt. Zum Beispiel bringt sie die Erkenntnis, daß sie den letzten Mann, den Dritten, in Hong Kong schon vor 25 Jahren kennengelernt hat, eigentlich nicht weiter. Er ist Freudianer wie im Buche steht, ein Psychologe, der sie keinesfalls therapieren darf, weil er ihre Geschichte, durch die zwei anderen Männer nur verzerrt kennt — er tut es trotzdem. Als sie sich schließlich für ihn interessiert, bemerkt sie, daß er in seinem Leben festgefahren und gefangen ist, wie die zwei anderen auch. Tips für eine Selbsttherapie im Fall eines PTBS sind gut nachvollziehbar. Nachdem sie sich mit Psychokulten auseinanderer gesetzt hat, stellt sie fest, daß “Vereine und Pulks” nicht ihre Welt sind, und widmet sich ihrer wahren Berufung als Individualistin und Künstlerin.

Bücher die nicht autobiographisch geprägt sind, sind Schrott.

 

Kalender 2017

Sprüche unter dem Raben
Sprüche unter dem Raben

Natürlich gibt es meine bücher als e-books!

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Wikipedia: Ein Schöngeist ist eine Person, die sich mit Begeisterung den Schönen Künsten und weniger den Alltagsdingen widmet. Die Bezeichnung wird auch leicht abwertend verwendet.

Rose im Schnee
Rose im Schnee

Und wenn wir die ganze Welt durchreisen, um das Schöne zu finden: Wir mögen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht.

Wald
Wald

 

Mahatma Gandhi

 

In wessen Herz die Kunst sich niederliess, der ist vom Sturm der rauhen Welt geschieden, dem oeffnet sich, durchwallt von suessem Frieden, im ewigen Lenz ein stilles Paradies. ( Jean Paul )

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ Mahatma Gandhi

Wer einmal sich selbst gefunden hat, kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren. Stefan Zweig

Paula macht es uns vor!
Paula macht es uns vor!

Die Freundschaft ist zu Ende, wenn

Vorwürfe den Platz

des schlechtes
Gewissen annehmen...

E.L.L.

In Englischen Garten...
In Englischen Garten...

Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand. Arthur Schopenhauer

"Die Art wie dich jemand

behandelt sagt aus,

was für ein Mensch er ist und nicht,

was für ein Mensch Du bist."

E.L.L.

Die beste Rache ist: darüber hinweg kommen und einfach fröhlich weiter machen. Gib niemals jemandem die Genugtuung dich leiden zu sehen. Samedin Selimović


Niemand weist über dich mehr zu berichten als der

der dich am wenigsten kennt.

 

Eva Lexa Lexova

Klag niemand dein Leid so wird es nicht breit. Deutsches Sprichwort

Was man Talent nennt, ist nichts anderes als fortgesetzte harte Arbeit, die richtig gemacht wird. ( Winslow Homer )

Es ist besser für sich selbst zu schreiben und kein Publikum zu haben, als für Publikum zu schreiben und kein Selbst zu haben. (Cyril Connolly)